Sexuelle Bildung

Ja, Sexuelle Bildung ist für jede Person wertvoll!

Sexualpädagogik ist eine professionelle Gruppen- oder Einzelarbeit zum Thema Sexualität mit einer klaren pädagogischen Zielsetzung, die das Verbinden von Informations- und Handlungsebene unter Einbeziehung aller Lernebenen Körper, Emotion und Wahrnehmung ermöglicht. Sexualpädagogik wird demnach als eine spezielle Haltung unter Achtung des sexuellen Entwicklungsaspekts in der Begleitung von Menschen betrachtet. Sie hat den Anspruch alle Menschen, unabhängig von ihrem Alter, dem Geschlecht, den möglichen Beeinträchtigungen und der sexuellen Orientierung als sexuelles Wesen zu respektieren. In diesem Sinne hat Sexualpädagogik den Anspruch, die Entwicklung der sexuellen Basiskompetenzen in positiver Weise zu unterstützen, einen unaufgeregten Zugang zu Körper und Sexualität zu ermöglichen und die sexuelle Gesundheit zu wahren. Sie bietet Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Hilfestellungen in der Entwicklung von Kompetenzen, die grundlegend für eine selbstbestimmte Sexualität sind.

Als Grundlage für die sexualpädagogische Arbeit dienen die Grundsätze professioneller sexualpädagogischer Arbeit, zudem stimme ich den Prinzipien des Grundsatzerlass Sexualpädagogik aus dem Jahr 2018 zu!

Ziele einer Professionellen Sexualpädagogik / Sexuellen Bildung:

  • Förderung der Entwicklung und Erweiterung der sexuellen Basiskompetenzen, unter anderem Vermittlung eines positiven Zugangs zum eigenen Körper, zum eigenen Geschlecht, der eigenen Selbstwahrnehmung, den eigenen Bedürfnissen, um damit einen wesentlichen Beitrag zur sexuellen Gesundheit & zur Präventionsarbeit gegen (sexuelle) Gewalt zu liefern.

  • Unterstützung bei der Reflexion der eigenen sexuellen Geschichte, den gesellschaftlichen Wertehaltungen, der eigenen sexuellen Orientierung, den eigenen Gefühlen und der Auseinandersetzung von Mythen & Fehlinformationen.

  • Förderung bei der Wahrnehmung und Artikulation der eigenen Grenzen und der Grenzen anderer sowie Förderung des sexuellen Respekts für den eigenen Körper und im Kontakt mit anderen Personen (Selbstbestimmung).

  • Unterstützung bei der Entwicklung einer sicheren Medienkompetenz sowie kritischen Auseinandersetzung mit den Inhalten diverser Medien (Sexualität und neue Medien).

  • Förderung und Erweiterung der Entwicklung eines altersadäquaten kognitiven Wissens (Verhütung, sexuelle Gewalt, übertragbare Krankheiten, Veränderungen des Körpers, Lebensentwürfe, uvm.) sowie Förderung einer Kommunikationsfähigkeit, Offenheit und einer geeigneten Sprache zu Themen rund um die Sexualität – Verbindung kognitive Ebene mit der eigenen Lebenswelt und den eigenen Emotionen.

  • Unterstützung der Entwicklung einer positiven sexuellen Identität, die sich aus körperlichen, sozialen und emotionalen Kompetenzen zusammen setzt.

Der Fokus meiner Arbeit in der Sexuellen Bildung liegt in einer unaufgeregten, ganzheitlichen, lebensweltorientierten, zeitgemäßen, offenen & positiven Vermittlung des Umgangs mit dem eigenen Körper und der eigenen Sexualität unter Achtung der Vielfalt ohne missionarische Bestrebungen. Im Vordergrund steht die Person mit ihren individuellen Möglichkeiten und Grenzen, wobei der Fokus auf einer ganzheitlichen Sichtweise des Menschen liegt.

Für wen ist Sexuelle Bildung?

  • Kinder & Jugendliche
  • Junge Erwachsene
  • Erwachsene
  • Eltern und ErzieherInnen
  • Soziales Berufsfeld